Vierzig
Jahre wird der Sportverein Iggelbach e. V. in diesem Jahre alt. Sein
Gründungsdatum ist der 31. Juli 1965.
Gründungsbewegung
Eine ganze Reihe guter Fußballspieler aus Iggelbach gab es in
den fünfziger und sechziger Jahren, sie spielten beim benachbarten
VfL Elmstein. Außerdem gab es bereits eine Tischtennismannschaft
die jahrelang beim VfL angesiedelt war. Eine Frauen- Gymnastikgruppe
mit einem festen Trainingsprogramm hatte sich ebenfalls in dieser Zeit
zusammen gefunden. Aus diesen Reihen kam der Ruf nach einem eigenen
Sportverein, der zur Gründung des Sportvereins Iggelbach vor 40
Jahren führte. Sie waren die treibende Kraft und tragenden Säulen.
Es war schon der zweite Anlauf zur Gründung eines Sportvereins
in Iggelbach, nachdem der erste, gleich nach dem 2. Weltkrieg, aus mangelnder
Beteiligung gescheitert war. Die Bereitschaft Sport zu treiben hatte
bis 1965 eine andere Form angenommen und sie war größer als
zuvor. Die Gründung war zwangsläufig und keineswegs gegen
den VfL Elmstein gerichtet. Sie war für den großen Kreis
der Sportinteressierten in Iggelbach notwendig geworden.
Sportplatz-
ein Torso aus den dreißiger Jahren
Der Sportplatz des Vereins konnte erst im Frühjahr 1966 fertiggestellt
und am 13. Juni des gleichen Jahres offiziell seiner Bestimmung übergeben
werden. Die Heimspiele der ersten Saison mussten auf dem Sportplatz
des VfL Elmstein auf dem Schafhof ausgetragen werden
Der Platz liegt auf dem Gelände des Staatsforstes, des ehemaligen
Forstamtes Elmstein Süd, am Leimener Weg. In seiner Grundkonzeption
ist er 1934 im Zusammenhang einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
geplant und teilweise Ausgebaut worden. Aus der politischen Entwicklung
heraus war er halbfertig liegen geblieben. Hin und wieder wurde er vor
der Fertigstellung von der Volkschule und von den Iggelbacher Hobbykickern
behelfsmäßig genutzt. Eine dankenswerte Aufgabe für
den Sportverein, das fertig zu stellen, was die Väter der jungen
Sportler während der großen Arbeitslosigkeit der dreißiger
Jahre als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme begonnen hatten.
Auf-
und Ausbau des Sportgeländes
Die Sportplatzdecke bestand anfänglich aus rotem Sand, dessen natürliches
Vorkommen vor Ort genutzt wurde. Für einen ständigen Spielbetrieb
war der Sandplatz nicht geeignet. Ein Problem für den Verein ergab
sich aus der fehlenden Sanitäranlage. Gravierend war dieser Mangel
für den Spielbetrieb. Dem jungen Verein war es allerdings nicht
möglich schnelle Abhilfe schaffen, es fehlten die Finanzmittel.
Umziehen und Waschen im Freien - zur Winterszeit in Privathäusern
und Gaststätten - waren jahrelang ein dürftiges Angebot.
Es dauerte bis zum Beginn der Spielrunde 1974, ehe die Mannschafts-
und Duschräume sowie Toilettenanlagen mit einem Kostenaufwand von
63000 DM fertiggestellt waren. Daran hatte Vorsitzender August Moser
und Hermann Lehner großen Anteil. Zum weiteren Ausbau des Sportgeländes,
für den sich die Vorsitzenden Herbert Fuchs und Arnold Perreth
unermüdlich einsetzten, zählen: eine Flutlichtanlage mit 4
Gittermasten, ein Ballfangzaun
und der Auftrag einer schwarzen Basaltdecke auf den Platz, bis zum Jahre
1975.
Alle Kräfte verstand es Vorsitzende Franz Münch zu mobilisieren
um das allseits gewünschte Sportheim in Angriff zu nehmen. Im Herbst
1983 war Baubeginn und die Einweihung am 12. April 1986. Alle Bau- sowie
Ausbauarbeiten und die Verlegung des Abwasserkanals wurden in Eigenleistungen
erbracht. Kosten von 104000 Mark waren für das Baumaterial aufzubringen.
Die letzte große Investition erfolgte 1995 und 1996 unter dem
Vorsitz von Lucien Spill. Die Flutlichtanlage wurde modernisiert die
Oberfläche des Sportplatzes erhielt einen roten Tennenbelag und
der Ballfangzaunes wurde erneuert. Die Kosten beliefen sich auf insgesamt
136000 DM. Zusätzlich ein Drittel zu dieser Summe kann als Eigenleistung
hinzugerechnet werden. In seinem vierzigsten Jubiläumsjahr kann
der Sportverein Iggelbach auf einen erfolgreichen Auf- und Ausbau seines
Sportgeländes zurückblicken in das er knapp eine halbe Million
Mark investiert hat.
Fußball
– Mittelpunkt des Sportgeschehens
Es war keine leichte Aufgabe die sich die Fußballer bei der Gründung
vor 40 Jahren gestellt hatten. Mit vorbildlicher Pionierarbeit von Funktionären
und Betreuern und dem unbändigen Willen der Sportler wurden die
Probleme der Anfangsphase gemeinsam gemeistert. Gleich zu Anfang konnte
der SVI mit einer starken Mannschaft antreten. Die Betreuung hatte Karlfried
Steigert übernommen. In den Jahren seiner Trainertätigkeit
und all den Jahren danach wurde ständig ein guter Fußball
gespielt. 1974 konnte das Verbandgemeinde-Pokalturnier gewonnen werden.
Mehrmals wurde die Meisterschaft mit nur einem, zwei oder drei Punkte
verpasst. Entscheidende Spiele um die Meisterschaft 1972 gingen gegen
Ruppertsberg und ebenso 1979 gegen Lindenberg verloren, es reichte jeweils
nur zum Vizemeister. Auch ohne Meisterehren wurde unter den Trainern
Erich Lendle, Hanns Petillon und Helmut Linn viele schöne Erfolge
erzielt.
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Den
größten Erfolg in der Vereinsgeschichte
erzielte
im Spieljahr 1984/85 Trainer Günther Kratz mit einer starken und
jungen Mannschaft. Innerhalb von 3 Jahren hatte er durch zielstrebiges
Training den Grundstein für die Erringung der Meisterschaft in der
C-Klasse des Fußballkreises Neustadt gelegt. Unterstützt wurde
er dabei von Abteilungsleiter Georg Güllich. Die Mannschaft hätte
fast das Double geschafft. Sie stand im Kreispokal-Endspiel und hat nur
knapp gegen Kirrweiler verloren. Die Pokale die es in dem Jahr im Tal
zu gewinnen gab ließ sie sich dafür nicht entgehen.
Ein Jahrzehnt konnte die Mannschaft in der B-Klasse mithalten. Danach
rutschte sie nach dem Ausfall von einigen guten Spielern mehr und mehr
an das Tabellenende. Nach 13 Jahren in der B-Klasse bzw. Kreisliga erfolgte
nach der Spielrunde 1997 der bittere Abstieg. Personalprobleme auch weiterhin
zwangen den Sportverein Iggelbach ab 2000 eine Spielgemeinschaft mit Elmstein
einzugehen. Trainer Jürgen Burkhart, der seither das Training in
Iggelbach leitete, hat nun die Betreuung des Teams aus Elmsteiner und
Iggelbacher Spieler übernommen. Fußball, die tragende Säule
des Sportvereins Iggelbach ist nach 35 Jahren leider nicht mehr.
Jugendarbeit
im Wandel der Zeit
Eine Vielzahl von Erfolgen erzielte die Jugendabteilung. Herausragend
die Meisterschaft der C-Jugend 1968, die Meisterschaft der A-Jugend 1971
und 1978. Unter den Jugendleitern Willi Zimmermann, Erich Ruf wurden zahlreiche
junge Fußballspieler herangebildet, die sich zu Leistungsträger
in den aktiven Fußballmannschaften entwickelten. Die Nachwuchsausbildung
erwies sich lange Zeit als Garant für eine spielstarke erste Mannschaft
und eine spielfähige 2. Mannschaft. Schon seit einigen Jahren ist
ein Umdenken bei der Jugendarbeit erforderlich geworden. Infolge schwacher
Geburtsjahrgänge fehlt es im Verein an Jugendlichen für die
Bildung von kompletten Jugendmannschaften. Diese Tatsache zwang die Verantwortlichen
Jugendleiter Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen zu bilden. Jürgen
Ruf, Ernst Grünewald und Erich Pojtinger haben wesentlichen Anteil
an der Fortsetzung einer erfolgreichen Jugendarbeit in Spielgemeinschaften
mit dem VfL Elmstein, ASV Esthal und TSG Neidenfels. In der Liste der
Erfolge stehen: D-Jugendmeister 2001, Kreispokalgewinner der C-Jugend
2002, Turniersieger beim Sporttag des 08 Haßloch 2003 und C-Jugendmeister
2004.
Tischtennisabteilung
– beständig und erfolgreich
Die TT-Abteilung des SVI zeigt sich seit der Gründung erfolgreich
und beständig im Verein
Zu Anfang trugen die TT-Sportler ihre Rundenspiele im Haus Mühleck
aus, ab 1969 in der Schulturnhalle in Elmstein. Sie spielten anfänglich
in der 2. Kreisliga. Sie stiegen bereits nach zwei Jahren in die Kreisliga
auf. Zwei aktive Mannschaften und zwei Jugendmannschaften konnten in den
folgenden Jahren zu den Rundenspielen gemeldet werden. 1984 waren daraus
drei aktive und eine Jugendmannschaft geworden. Sie holten 1973 den Bezirkspokal
und scheiterten im Endspiel um den Pfalzpokal, den sie dann 1975 gewinnen
konnten. Diesen Erfolg wiederholten sie in der Kreisklasse A 1989 und
1990. Im 40. Jubiläumsjahr spielen eine Mannschaft in der Kreisliga
und eine Mannschaft in der Kreisklasse, es spielen zu dem eine Jugendmannschaft
und eine Schülermannschaft. Jahrelang als Führungsleute der
TT-Abteilung sind zu nennen: Armin Burkhard, Rolf Grün, Klaus Neubauer
und Volker Singer. Überragender Spieler nicht nur von der Körpergröße
her ist Ronald Steigert.
Frauenturnen
beliebt – Nordic Walking im Trend
Erfreulich konstant zeigt sich der Frauensport beim Sportverein Iggelbach.
Lehrerin Renate Weilacher war ursprünglich der Kopf der Gymnastikabteilung.
Übernommen wurde danach die Abteilung, die sich großen Zuspruchs
erfreute von Marion Schenck und Rita Melzer. In zwei Gruppen wurde jahrelang
gespielt und geturnt. Zu dem setzten die Frauen in gesellschaftlichen
Begegnungen und in ihren Bemühungen im kulturellen Bereich unvergessene
Akzente. Das sportliche Angebot ist nach wie vor ungeschmälert vorhanden.
Etwas in den Hintergrund geraten ist das Auftreten der Frauen bei festlichen
Anlässen des SVI. Im Trend befindet sich die Sportart „ Nordic
Walking“. Diesem Trend angeschlossen hat sich eine Gruppe junger
Frauen die von Daniela Mock-Lendle und Christine Pojtinger betreut wird.
Neues
kommt hinzu...
Neuester Spross beim Sportverein Iggelbach ist die Kindergarde die fürsorglich
von Birgit Jaenisch und Anje Weiss betreut wird.
Katja Dietrich wird eine weitere Jugendgruppe um sich scharen und Leichtathletik
für Jugendliche im Grundschulalter ab Frühjahr dieses Jahres
anbieten.
Stark gemacht hat sich für die Angebote an die jüngsten im Verein
die neue Vorstandschaft: Thomas Schäfer, Frank Ackel, Theo und Ernst
Grünewald.
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